A Schneckenpresse-Schlammentwässerungsmaschine Funktioniert durch die Zufuhr von Schlamm in eine zylindrische Siebtrommel, wo eine rotierende Spiralschnecke das Material allmählich gegen eine feste Endplatte komprimiert, wodurch Wasser durch die Siebspalte herausgedrückt wird, während der entwässerte Schlammkuchen in Richtung des Auslassauslasses gefördert wird. Das Ergebnis: eine kontinuierliche, energiearme Entwässerung, die je nach Futterschlammtyp konstant einen Kuchenfeststoffgehalt von 15–30 % TS (Trockensubstanz) erreicht.
Was ist eine Schneckenpresse und wofür wird sie verwendet?
Eine Schneckenpresse ist ein mechanisches Entwässerungsgerät, das in der Abwasseraufbereitung, der Lebensmittelverarbeitung und der industriellen Schlammbewirtschaftung zur Trennung von Flüssigkeiten von Feststoffen eingesetzt wird. In Wasser- und Abwasseranwendungen liegt die Hauptanwendung darin Schlammentwässerung : Reduzierung des Wassergehalts von biologischem, kommunalem oder industriellem Schlamm vor der Entsorgung, Trocknung oder Kompostierung.
Zu den gängigen Anwendungsgebieten gehören:
- Kommunale Kläranlagen (Belebtschlamm, Faulschlamm)
- Abwasser aus der Lebensmittel- und Getränkeverarbeitung (Brauerei, Molkerei, Schlachthof)
- Abwasser aus Papier- und Zellstofffabriken
- Abwasser aus Aquakultur und Fischerei
- Abwasser aus chemischen und pharmazeutischen Anlagen
- Verarbeitung von Vieh und landwirtschaftlichem Dünger
Da Schneckenpressen kontinuierlich und unbeaufsichtigt arbeiten, werden sie in Anlagen, in denen eine geringe Bedienerbeteiligung und ein geringer Energieverbrauch im Vordergrund stehen, häufig Bandfilterpressen oder Zentrifugen vorgezogen.
Wie funktioniert eine Spindelpresse – Der Kernmechanismus
Um zu verstehen, wie eine Schneckenpresse funktioniert, muss man sich vier aufeinanderfolgende Zonen im Inneren der Maschine ansehen:
| Zone | Was passiert | Schlüsselparameter |
|---|---|---|
| Futter-/Konzentrationszone | Konditionierter Schlamm tritt ein und wird zunächst durch Schwerkraftentwässerung durch das Sieb eingedickt | Feststoffkonzentration im Futter: 0,2–1 % |
| Kompressionszone | Mit abnehmender Steigung oder größerem Schneckendurchmesser wird der Schlammkuchen zunehmend zusammengedrückt | Schneckensteigungsverhältnis: 2:1 bis 4:1 |
| Druckzone | Schlamm drückt gegen die Gegendruckplatte; Hier erfolgt die maximale Wasseraustreibung | Gegendruck: einstellbar 0,01–0,05 MPa |
| Entladungszone | Entwässerter Kuchen tritt durch den einstellbaren Spalt aus; Das Filtrat fließt in den darunter liegenden Sammeltank | Kuchen-TS: 15–30 % |
Die Schneckenwelle dreht sich sehr langsam – typischerweise 1–5 U/min – was einer der Gründe dafür ist, dass der Stromverbrauch deutlich niedriger ist als bei einer Zentrifuge. Eine Schneckenpresse mit 55 mm Durchmesser verbraucht etwa 0,01–0,05 kWh pro Kilogramm verarbeiteter Trockensubstanz, verglichen mit 0,05–0,2 kWh/kg bei einer Dekanterzentrifuge.
Die Rolle der Polymerkonditionierung
Bevor der Schlamm in die Schneckenpresse gelangt, wird ein Polymerflockungsmittel in die Zuleitung dosiert. Das Polymer bewirkt, dass sich feine Schwebeteilchen zu größeren, stärkeren Flocken zusammenlagern. Ohne ausreichende Konditionierung:
- Feine Feststoffe gelangen durch die Siebspalte und verringern so die Filtratqualität
- Der Feststoffgehalt des Kuchens sinkt um 5–10 Prozentpunkte
- Die Blendung des Bildschirms und die Waschintervalle nehmen zu
Typische Polymerdosierungen liegen zwischen 3 und 8 kg aktivem Polymer pro Tonne Trockensubstanz (kgAP/tDS) für kommunalen Belebtschlamm und 1–4 kgAP/tDS für anaerob ausgefaulten Schlamm.
Gestapeltes Schneckendesign – wie es sich von einer Einzelschneckenpresse unterscheidet
Die in modernen Abwasseranlagen am weitesten verbreitete Schneckenpressenkonfiguration ist die gestapelte Schneckenkonstruktion (oder Lamellenschnecke). , bei dem das zylindrische Sieb durch abwechselnd feste und bewegliche Ringe ersetzt wird, die entlang der Schneckenwelle gestapelt sind.
Wenn sich die Schnecke dreht, verschieben sich die beweglichen Ringe leicht im Verhältnis zu den festen Ringen, wodurch eine selbstreinigende Wischwirkung entsteht, die ein Verstopfen verhindert. Dadurch entfällt die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Sprühspülung mit Wasser, die bei Bandpressen erforderlich ist. Eine einzelne gestapelte Schneckeneinheit verbraucht weniger als 1 l/min Waschwasser, im Vergleich zu 5–20 l/min bei einer Bandpresse mit gleicher Kapazität.
Weitere Vorteile des gestapelten Schneckendesigns:
- Keine verstopften Ausfallzeiten: Der dynamische Ringspalt verhindert feste Brückenbildung und ermöglicht so einen unbeaufsichtigten 24/7-Betrieb
- Geräuscharm: Der Betriebslärm liegt typischerweise unter 60 dB(A) in 1 m Entfernung
- Geringer Platzbedarf: Eine Einheit, die 30 kg TS/h verarbeitet, benötigt etwa 0,3 m² Stellfläche
- Bewältigt faserigen und öligen Schlamm: Der große Ringspalt (0,2–1,2 mm einstellbar) eignet sich für schwierige Materialien, die herkömmliche Siebe verstopfen
Leistungsdaten: Was Sie realistischerweise erwarten können
Die tatsächliche Entwässerungsleistung variiert je nach Schlammart und Polymerauswahl. Die folgende Tabelle zeigt repräsentative Ergebnisse von Großinstallationen:
| Schlammtyp | Futterkonzentration | Kuchen DS (%) | Feststoffaufnahme (%) |
|---|---|---|---|
| Kommunales WAS (Aerobic) | 0,5–1,0 % | 16–22 % | 90–95 % |
| Mischschlamm (primäre WAS) | 1,0–2,5 % | 20–28 % | 93–97 % |
| Anaerob verfaulter Schlamm | 2,0–4,0 % | 22–30 % | 94–98 % |
| Schlamm aus der Lebensmittelverarbeitung | 0,5–2,0 % | 18–26 % | 88–95 % |
| Papierfabrikschlamm | 1,0–3,0 % | 25–35 % | 92–97 % |
Mit einer optimierten Polymerdosierung ist eine Feststoffabscheidung von über 95 % erreichbar, was sich direkt auf die Filtratqualität und das in die Aufbereitungskopfwerke zurückgeführte Volumen auswirkt.
Energie- und Betriebskostenvergleich
Einer der am häufigsten genannten Gründe für die Umstellung von Betrieben auf Schneckenpressen sind die Gesamtbetriebskosten. Im Vergleich zu alternativen Entwässerungstechnologien:
| Technologie | Leistung (kW pro Einheit) | Waschwasser (l/min) | Wartungsintervall | Achtung des Betreibers |
|---|---|---|---|---|
| Gestapelte Schneckenpresse | 0,2–0,75 | <1 | Jährliche Lager-/Dichtungsprüfung | Niedrig (Autobetrieb) |
| Bandfilterpresse | 2–7 | 5–20 | Riemenwechsel alle 2–4 Jahre | Kontinuierlich |
| Dekanterzentrifuge | 15–55 | 0–2 | Hoch (Lagerverschleiß) | Mäßig |
| Platten- und Rahmenfilterpresse | 3–15 (Förderpumpe) | 10–40 | Tuchwechsel alle 1–3 Jahre | Hoch (Batch-Betrieb) |
Wie eine Schneckenpresse in einer kompletten Behandlungslinie funktioniert
Eine Schneckenpresse arbeitet nicht isoliert. In einer typischen kommunalen Anlage befindet es sich am Ende eines Schlammbehandlungsstrangs:
- Schlammspeicher/Eindickungstank — Eindickung durch Schwerkraft oder Flotation mit gelöster Luft auf 0,5–2 % TS
- Polymer-Dosiereinheit — statischer Inline-Mischer oder Flockungstank
- Förderpumpe für Schneckenpresse — Exzenterschnecken- oder Peristaltikpumpe, durchflussgesteuert
- Schneckenpresse — Entwässerung auf Zielkuchen-DS
- Kuchenförderer oder -behälter — Transport zur Lagerung, Kompostierung oder Deponie
- Filtratrücklaufleitung — Schwerkraftrückführung zum Einlaufwerk oder zur Sekundärbehandlung
Der gesamte Ablauf vom Start der Schlammpumpe bis zum Kuchenaustrag kann mit einer SPS-Steuerung automatisiert werden, was einen mannlosen Nachtbetrieb ermöglicht – ein erheblicher Betriebsvorteil für kleine bis mittlere Kläranlagen mit begrenztem Personal.
Größenbestimmung: Schlüsselparameter für die richtige Wahl
Die Auswahl der richtigen Schneckenpressengröße hängt von drei Hauptfaktoren ab:
- Tägliche Trockenmassebelastung (kg TS/Tag): Abgeleitet aus der Anlagendurchflussrate und der Schlammproduktionsrate. Typische Belebtschlammanlagen produzieren 60–100 g TS pro Bevölkerungsäquivalent und Tag.
- Betriebsstunden pro Tag: Die meisten Installationen laufen 8–16 Stunden/Tag; Eine Einheit mit einer Nennleistung von 30 kg TS/h bewältigt in diesem Zeitfenster 240–480 kg TS/Tag.
- Spitzenfaktor: Sorgen Sie für einen Sicherheitsfaktor von 1,3–1,5 gegenüber der durchschnittlichen Tageslast, um Spitzenzeiten bei der Schlammproduktion zu bewältigen.
Mehrere parallel laufende kleinere Einheiten werden oft einer großen Einheit vorgezogen, da sie Redundanz bieten und die Möglichkeit bieten, den Durchsatz an die tatsächlichen Schlammmengen anzupassen, ohne mit sehr niedrigen Lastanteilen zu arbeiten.
Wartung und Lebensdauer
Schneckenpressen haben weniger Verschleißteile als Zentrifugen oder Bandpressen. Zu den routinemäßigen Wartungsaufgaben gehören:
- Lagerschmierung oder -austausch – typischerweise alle 20.000–30.000 Betriebsstunden
- Überprüfung der festen und beweglichen Ringe auf Verschleiß – in der Regel erster Austausch nach 5–8 Jahren im kommunalen Einsatz
- Inspektion der Wellendichtung – jährlich
- Neukalibrierung des Gegendruckplattenspalts – alle 6–12 Monate
Die veröffentlichte Lebensdauer der Schneckenwelle und des Ringstapels in sauberen kommunalen Schlammanwendungen beträgt bei korrekter Polymerkonditionierung routinemäßig mehr als 10 Jahre, da der abrasive Kontakt zwischen Feststoffpartikeln und der Sieboberfläche durch die weiche Flockenstruktur minimiert wird.

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